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Zum Glück gibt es derzeit im Nahverkehr noch einzelne Züge, bei denen man die Fenster
öffnen und ungehindert nach draußen gucken kann. Doch mit großen Schritten nähert sich die Zeit, wo
wir nur noch in klimatisierten Zügen, bei denen ein Öffnen der Fenster gar nicht mehr möglich ist, durch
die Gegend reisen und wir durch getönte Scheiben die Umgebung als abgedunkelte Schemen vorbeihuschen lassen.
Solange es noch geht, sollten wir von der Möglichkeit Gebrauch machen, während der Fahrt mit der Eisenbahn
das Fenster zu öffnen und hinauszuschauen. Es gibt entlang des Weges eine Menge interessanter Dinge zu sehen.
Und es lohnt sich, "nur mal so" mit der Eisenbahn zu fahren – nicht, um irgendwo anzukommen,
sondern, um die Strecke zu genießen.
Die 15 Photos auf dieser Seite sind Schnappschüsse von einer Eisenbahnfahrt vom Bahnhof Schwerte (Ruhr) nach
Hagen Hauptbahnhof.
Beim Verlassen des Bahnhofs Schwerte (Ruhr) sieht man die schönen Formsignale und das Stellwerk des
Fahrdienstleiters. Der Zug rast durch den Bahnhof Westhofen, bei dem die Bahnsteige noch erkennbar
sind. Zum Fahrplanwechsel 1979 wurde der Personenbahnhof Westhofen (Westf) stillgelegt. Ohne sein Tempo
zu vermindert rattert der Zug am Stellwerk Westhofen über die Weichenstraße. Entlang eines kurzen Abschnittes
ist die Eisenbahntrasse die Stadtgrenze zwischen Dortmund und
Hagen, bevor die Bahn die Ruhr überquert.
Ein wenig später fährt die Bahn einige Zeit parallel zum Hengsteysee vorbei an der inzwischen von einem
dichten Wald kleiner Bäume bewachsenen Gelände des früheren Rangierbahnhofs Hengstey. Der Hengsteysee ist
nicht zu sehen, wohl aber die Anlagen des Pumpspeicherwerks des Stromversorgers "Rheinisch-Westfälische
Elektrizitätswerke" (RWE).
Schließlich trifft die Strecke mit diversen anderen von Norden kommenden Strecken zusammen. Eine dieser
Strecken ist die Volmetalbahn, auf der die Dortmund-Märkische Eisenbahn mit den zigarrenförmigen
Triebwagen der Bezeichnung Talent fährt. Diese sind ein Beispiel für die "moderne" Eisenbahn, bei der der Fahrgast
kein einziges Fenster mehr öffnen kann. Weiter geht die Reise entlang des Containerbahnhofs Hagen-Eckesey,
bevor der Zug vorbei am Stellwerk des dortigen Fahrdienstleiters
in den Hagener Hauptbahnhof mit seiner hübschen zweiteiligen Bahnhofshalle einfährt.
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